Logo der Rummelsberger
Sie sind hier: >Demenz
Dienste für Menschen im Alter
selbstbestimmt leben - geborgen sein

zur Hauptseite der Rummelsberger
Demenz verstehen
Palliative Care
Home
Aktuelles
Veranstaltungen
Wir über uns
Leitbild
Angebote
Standorte
Kostenrechner
Pflege- und Leistungsqualität
Stellenangebote
Download
So können Sie uns unterstützen!
Partner
Kontakt

  Demenz verstehen


Rummelsberg 42a
90592 Schwarzenbruck

Fon: 09128 50-2412
Fax: 09128 50-2076

E-Mail: altenhilfe@rummelsberger.net




 
Was hat es eigentlich mit dem Vergessen auf sich?

So lautete ein Frage, die ein Forscher an sein Publikum stellte und es unverhofft mit acht Begriffen und zwei mathematischen Kopfübungen konfrontierte. Im Schnitt wussten die Zuhörer nach wenigen Minuten noch drei der acht Begriffe, und das war genau das Ergebnis, das sich der Forscher gewünscht hatte.

Vergessen ist etwas ganz Normales, tröstete er das Publikum. Es gebe jedoch verschiedene Techniken, wie die bildliche Vorstellung, der sinnvolle Ablauf oder die Bildgeschichte, die das Behalten einfacher machen.

Kommt zum normalen Vergessen ein Krankheitswert - die Schädigung von Nervenzellen - hinzu, wird das Gedächtnis langfristig gestört und höhere Gehirnfunktionen wie beispielsweise die Abstraktionsfähigkeit beeinträchtigt, so spricht man von Demenz. Diese lässt sich in mehrere Gruppen einteilen, rund 70 Prozent der 1,0 bis 1,2 Millionen in Deutschland an Demenz erkrankten Menschen leiden an der Alzheimer Krankheit, 20 Prozent sind auf Grund von Durchblutungsproblemen an Demenz erkrankt, zehn Prozent durch andere Phänomene wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen. Eine medikamentöse Behandlung
Ziel der derzeit möglichen medikamentösen Behandlung demenzieller Erkrankungen ist eine Krankheitsmilderung und eine Verbesserung der Lebensqualität für die Betroffenen.
ist durch vier auf dem Markt vertretene Antidementia möglich, eine symptomatische Behandlung durch Ergo-, Bewegungs- und Milieutherapie.
  nach oben
 
Menschen mit Demenz verstehen und pflegen


Demenz
Demenzen gehören zu den häufigsten und folgenreichsten psychiatrischen Erkrankungen im höheren Alter. Die häufigste Form ist die Demenz vom Alzheimer Typ. Hauptrisikofaktor für eine Demenz ist das Lebensalter.
ist eine Krankheit, bei der Nervenzellen und Kontakte zwischen Nervenzellen im Gehirn langsam fortschreitend, aber unwiederbringlich zerstört werden. Menschen mit Demenz
Zur Diagnostik einer Demenz ist eine gezielte Anamneseerhebung einschließlich der Befragung von Angehörigen (Fremdanamnese) erforderlich, die Fragen nach Gedächtnis (Alt-/Neugedächtnis, Merkfähigkeit), Orientierung (örtlich, zeitlich, situativ), Alltagsaktivitäten, früherem Leistungsniveau und depressiver Verstimmung umfasst. Des Weiteren sind eine sorgfältige körperliche und neurologische Untersuchung sowie eine Erhebung des psychopathologischen Befundes erforderlich.
leiden daher an Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Störungen des Denk- und Urteilsvermögens, was für die Betroffenen das Bewältigen des normalen Alltagslebens ohne fremde Hilfe immer schwieriger macht.

Abhängig vom Fortschritt und Verlauf
Beim Schweregrad einer Demenz unterscheidet man üblicherweise zwischen leichten, mittelschweren und schweren Demenzen.
. Von leichten Demenzen spricht man, wenn zwar kognitive Störungen vorliegen, die die Bewälti-gung schwierigerer Anforderungen kaum erlauben oder zumindest erheblich einschränken, die aber noch nicht so ausgeprägt sind, dass die/der Betroffene im Alltag von anderen Personen abhängig ist.
. Im mittelschweren Stadium kommt die/der Betroffene nicht mehr ohne fremde Hilfe zurecht. Einige Fähigkeiten können zwar noch erhalten sein, die/der Betroffene ist jedoch auf ständige Beaufsichtigung und Anleitung angewiesen.
. Schwere Demenzen umfassen Krankheitsstadien, in denen die/der Betroffene in keiner Weise mehr zur Bewältigung auch der einfachsten alltäglichen Anforderungen in der Lage ist, sondern permanente grundpflegerische Versorgung benötigt.
der Krankheit, dem Lebenslauf, den Kompetenzen und Defiziten sowie den sozialen und ökonomischen Situationen in denen die Menschen leben, ergeben sich für die Betroffenen und deren Angehörige ganz unterschiedliche Herausforderungen im Umgang mit der Krankheit. Menschen mit Demenz sind in ihrer Persönlichkeit und in ihrer Wahrnehmung einzigartig, weshalb die Anforderungen an Betreuung, Pflege, Therapie und ärztliche Behandlung von Betroffenen zu Betroffenen in ihrer Qualität stets individuell sein müssen.

Bei der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz können wir in unseren stationären Einrichtungen auf viel Erfahrung, Verständnis und Menschlichkeit zurückgreifen. Wir wollen Menschen mit Demenz reaktivieren und sie wieder am Leben teilhaben lassen. Für die Betreuung ist es dabei von entscheidender Bedeutung, aus der individuellen Lebensgeschichte die Anreize zu finden, die der/dem Betroffenen bekannt und wichtig sind und ein Motiv bilden, wieder aktiv zu werden.
  nach oben
 
Unser Pflegekonzept der Reaktivierenden Pflege


Unter Reaktivierung von Menschen mit Demenz ist das Fördern des Gedächtnisses zur Erinnerung an das eigene Leben, an die eigene Biografie und an bekannte Handlungen und Abläufe aus ihrem früheren Lebensalltag zu verstehen.

Psychobiografische Reaktivierung
Psychobiografie ist die emotionale, Erlebnisbiografie eines Menschen; diese ist nicht mit dem chrono-logischen Lebenslauf identisch. In der Psychobiografie werden die emotional prägenden Ereignisse, Erlebnisse und Eindrücke erhoben und interpretiert, um betagte Menschen besser verstehen zu können und um tief geprägte Verhaltensweisen nicht mit Symptomen zu verwechseln.
zielt daneben auch auf das Erhalten und ggf. Wiedergewinnen der Alltagskompetenzen sowie der lebenspraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Rahmen des Normalitätsprinzips (z.B. selbstständiges Zubereiten der aus der Normalität bekannten Gerichte). Das Normalitätsprinzip besagt, dass Menschen mit Demenz wieder auf ihre Normen und Handlungsweisen aus ihrer früheren Lebenszeit zurückgreifen. Pflegende müssen sich bei ihrer Arbeit fortlaufend mit den Gewohnheiten, den Prägungsphänomenen und der "Normalität"
Verhaltensweisen haben etwas mit den früheren Lebensweisen und –gewohnheiten des demenzkranken Menschen zu tun.
der Menschen auseinandersetzen, die sich ihnen anvertraut haben. Auf diesem Wissen basiert auch die individuelle Pflege und Betreuung.

Das Konzept fördert ein vertieftes Pflegeverständnis durch die intensive Auseinandersetzung mit der Biografie des betroffenen Menschen. Verhaltensweisen werden dabei nach der Erhebung der Biografie interpretiert und durch eine geeignete Impulssetzung bearbeitet.

Ziel der psychobiografischen Arbeit ist das Verständnis für die höchst unterschiedlichen, individuellen Verhaltensmuster von Menschen mit Demenz. Informationen aus der Psychobiografie erhalten Pflegende von Menschen mit Demenz oftmals zufällig im Alltagsgeschehen oder aber in wertschätzenden, vertrauensbasierenden Einzelgesprächen.
  nach oben
 


Beschützende Pflege

Das Angebot der Beschützenden/Gerontopsychiatrischen Pflege richtet sich an Menschen, die aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen (z.B. Demenz) starke Weglauftendenzen und Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Pflege und Betreuung finden auf der Grundlage eines psychiatrischen Gutachtens und eines richterlichen Beschlusses in einem beschützenden ("geschlossenen") Wohnbereich statt, in dem die betroffenen Menschen leben und wohnen.

Aufgrund ihrer besonderen Situation benötigen desorientierte Menschen in einem besonders hohen Maß Zuwendung

Wichtig ist, dass Betroffenen ein Leben in einer vertrauten Umgebung, mit geregelten Tagesabläufen und konstanten Bezugspersonen ermöglicht wird.

sowie Mithilfe und Anleitung vor allem bei der Strukturierung des alltäglichen Lebens (Waschen, Essen, Freizeitgestaltung, etc.). In einer gesicherten Umgebung erleben die Bewohnerinnen und Bewohner einen, dem Normalitätsprinzip angepassten Tagesablauf sowie eine reaktivierende Pflege und Betreuung.

Bereichsübergreifend arbeitet dabei der Gerontopsychiatrische Fachdienst, der insbesondere im Beschützenden Wohnbereich gezielte Maßnahmen zur individuellen Förderung für die Bewohnerinnen und Bewohner anbietet. Im Vordergrund steht dabei die Biografie und die Normalität des Menschen, der sich uns anvertraut hat.
  nach oben
 
Tagespflege im Beschützenden Wohnbereich

Die Tagespflege im Beschützenden Wohnbereich ist ein teilstationäres Betreuungsangebot, bei dem Menschen mit Demenz tagsüber in der Einrichtung gepflegt, betreut und versorgt werden. Dies kann wahlweise – je nach Bedarf – an einem, mehreren oder allen Wochentagen geschehen. Voraussetzung für die Tagespflege ist, dass die Betreuung und Versorgung in der übrigen Zeit, also abends, nachts und morgens und ggf. am Wochenende zu Hause sichergestellt ist.

Die Tagespflege im Beschützenden Wohnbereich bietet eine an den Bedürfnissen und dem spezifischen Unterstützungsbedarf der Tagespflegegäste ausgerichtete Betreuung. Durch unseren Gerontopsychiatrischen Fachdienst, durch Milieugestaltung und durch Umsetzung der zu Grunde liegenden Pflegemodelle wird sowohl das individuelle Wohlbefinden der Betroffenen, als auch deren Integration im Beschützenden Wohnbereich durch Gemeinschaftsangebote gefördert.

Im Vordergrund steht mit der Reaktivierenden Pflege die Anleitung und Hilfe zur Selbsthilfe. Durch körperliche und soziale Aktivierung soll die Selbstständigkeit und das Wohlbefinden der Tagespflegegäste gesteigert und so lange wie möglich erhalten werden. Auf der Grundlage der persönlichen Lebensgeschichte und Lebenserfahrung der Tagespflegegäste wollen wir darüber hinaus zur "Wiederbelebung" der Seele und der Sinne beitragen.

Mit der eingestreuten Tagespflege wollen wir zudem die negativen Begleiterscheinungen demenzieller Erkrankungen, insbesondere Vereinsamung, Apathie, Depression und Immobilität präventiv vermeiden. Der Tagespflegegast erhält dafür eine auf ihn abgestimmte Förderung und Unterstützung und kann ganz selbstverständlich an den Aktivitäten zur Steigerung und zum Erhalt der Alltagskompetenzen teilnehmen. Der Tagesablauf ermöglicht es den Gästen, selbstbestimmt ihre Aktivitäten in die Gemeinschaft einzubringen und ihren Tag zu gestalten.

Mit der eingestreuten Tagespflege im Beschützenden Wohnbereich können wir neben der zeitweisen Entlastung pflegender
Angehöriger
Demenzerkrankungen mit ihren voranschreitenden Beeinträchtigungen in der Alltagsbewältigung und im Verhalten können pflegende Angehörige sehr stark belasten.
wirksam dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz möglichst lange in ihrem privaten Umfeld leben können, ohne auf eine angemessene Pflege und Betreuung verzichten zu müssen.
  nach oben
  Unterstützende Angebote im privaten Umfeld

Das Diakonische Sozialzentrum Rehau bietet mit seinem Angebot ROMEOundJULIA in Rehau | PDF 922 KB ein niedrigschwelliges Angebot zur Betreuung von demenziell erkrankten Menschen an.
  nach oben
zurück zur StartseiteFlyer downloaden
 

Was hat es mit dem Vergessen auf sich?

Menschen mit Demenz verstehen und pflegen

Unser Pflegekonzept der Reaktivierenden Pflege

Beschützende Pflege

Tagespflege im Beschützenden Wohnbereich

Unterstützende Angebote im privaten Umfeld



  © Die Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter gGmbH | Impressum