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26.07.2010
Seniorenwohnheim Hermann-Bezzel-Haus feierte 75-jähriges Bestehen
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Nürnberg - Vor 75 Jahren wurde im Nürnberger Stadtteil Lichtenhof das Altenheim Hermann-Bezzel-Haus gegründet. Im Lauf der Jahre hat sich die Einrichtung nicht nur zu einer zweiten Heimat für ältere Menschen, sondern auch zu einem Begegnungsort der Generationen entwickelt. Für viele ist das Haus aus dem Stadtteil nicht mehr wegzudenken. Zur Jubiläumsfeier konnten Jürgen Hofmann (Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter), Diakon Dieter Pflaum (Leiter des Altenhilfeverbunds Nürnberg) und Hausleiterin Petra Egersdörfer zahlreiche Gratulanten begrüßen.
Das Hermann-Bezzel-Haus blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Am 2. Juni 1935 wurde es unter der Führung der Neuendettelsauer Diakonissengemeinschaft an der heutigen Pillenreuther Straße eingeweiht. Später übernahm die Kirchengemeinde Lichtenhof die Einrichtung. 1985 wurde ein Erweiterungsbau in der Huldstraße 7 eröffnet. Im Jahr 2003 ging das Haus schließlich in die Trägerschaft der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter über. Derzeit hat das Haus 123 Plätze und 88 Mitarbeitende, von denen 65 in der Pflege und Betreuung tätig sind. Doch auch sehr junge Menschen aus dem Stadtteil sind regelmäßig zu Gast im Hermann-Bezzel-Haus. Seit zwei Jahren kommen täglich 86 Schülerinnen und Schüler der Sperberschule in die Einrichtung, um dort zu Mittag zu essen.
Zum Auftakt des Festtages feierten Bewohner, Mitarbeitende und Gäste im Garten des Hermann-Bezzel-Hauses gemeinsam mit Diakonin Andrea Heußner, Vorstandsmitglied der Rummelsberger Anstalten, und Pfarrer Uwe Zeh von der Kirchengemeinde Lichtenhof einen Gottesdienst. In ihrer anschließenden Ansprache würdigte Heußner das Haus als einen Ort, an dem die Hoffnungen, aber auch die Ängste von alten Menschen Raum haben dürfen. Dies sei vor allem dem großen Engagement der Mitarbeitenden zu verdanken: „Es ist ein Segen, dass Sie hier Ihre Zeit, Kraft, Geduld und Ideen einbringen.“
In einem Grußwort erinnerte Barbara Titzsch, Bezirksrätin des Bezirks Mittelfranken, daran, in welch schwierigen Zeiten das Hermann-Bezzel-Haus gegründet wurde: „Damals hatten es Kranke und Behinderte nicht leicht. Es gehörte sicherlich viel Mut dazu, so eine Einrichtung aufzubauen.“ Titzsch lobte auch den Standort des Hauses. Inmitten eines dichtbesiedelten Stadtteils gelegen, mit guten Verkehrsverbindungen und zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten bewahre es seine Bewohner vor Isolation.
Dr. Eugen Ehmann, Regierungsvizepräsident von Mittelfranken, betonte in seinem Grußwort, wie wichtig das Engagement der Kirchen im Bereich der Seniorenbetreuung sei, erst recht in einer alternden Gesellschaft: „Der Staat alleine könnte diese Aufgabe niemals schultern.“
Weitere Gratulanten des Tages waren Dr. Anja Prölß-Kammerer (Stadtratsfraktion SPD), Ute van Beuningen (Referentin für Entgelte beim Diakonischen Werk Bayern), Evelyne Meissner (2. Vorsitzende des Diakonvereins Lichtenhof, Pfarrer Andreas Lurz, Jutta Manger (Vorsitzende des Bewohnerbeirats Hermann-Bezzel-Haus) und Christine Goldhammer (Mitarbeitervertretung).
Nach dem offiziellen Teil aßen Bewohner und Gäste im Garten bei herrlichem Sommerwetter gemeinsam zu Mittag. Im Anschluss gab es eine Zaubervorführung und einen Auftritt des Volkstrachtenvereins Buchenbühl. Für die musikalische Untermalung des Tages sorgten der Posaunenchor des CVJM Gostenhof unter der Leitung von Markus Engel, das Klarinettentrio Nikevah und die Pegnitztaler Musikanten.
Text und Foto: Hubert Hiecke/RA
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